Intel hat die nächste Welle seiner Budget-Prozessor-Strategie vorbereitet. Nach bisherigen Leaks zur kommenden Wildcat-Lake-Familie werden weitere CPU-Modelle geplant, die verschiedene Anforderungen bei niedrigen Preisen adressieren. Die Reihe soll Einsteiger-Anwender und kleine Unternehmen ansprechen, die günstige Computer für Standardaufgaben brauchen.
Wildcat Lake ist Intels neuer Name für die nächste Generation von Einsteiger- und Mainstream-Prozessoren, die auf der Raptor-Lake-Architektur basiert. Aktuell bekannt sind mehrere Modelle: Eines mit verbesserter P-Core-Ausstattung (Performance-Cores, also kräftigere Rechenkerne) und mindestens eines komplett ohne P-Cores, das nur E-Cores (Efficiency-Cores, sparsame Kerne) nutzt.
Besonders interessant ist das Modell ohne P-Cores. Dies folgt Intels Strategie, unterschiedliche Arbeitslasten mit verschiedenen Core-Typen zu bedienen. Systeme mit nur Efficiency-Cores sind stromsparsamer und preiswerter zu fertigen, eignen sich aber weniger für anspruchsvolle Einzelthread-Aufgaben. Sie adressieren typischerweise Office-PCs, Intranet-Server für Kleinunternehmen oder einfache Bildungs-Hardware.
Die Ausweitung des Wildcat-Lake-Portfolios ist Intels Antwort auf den starken Wettbewerbsdruck von AMD und den ARM-basierten Prozessoren. Mit mehr Modellvarianten kann Intel verschiedene Marktsegmente besser durchdrungen und auch dort konkurrenzfähige Preispunkte bieten, wo Volumen entscheidend ist.
Für KMUs bedeutet dies breitere Wahlmöglichkeiten bei der Hardware-Beschaffung. Wer nur einfache Büro-Systeme oder Fileserver braucht, kann mit der E-Core-Only-Variante erheblich Kosten sparen. Gleichzeitig sollten Administratoren bei der Planung überprüfen, ob die sparsameren Konfigurationen die jeweiligen Software-Anforderungen erfüllen, insbesondere bei älteren oder schlecht optimierten Anwendungen können P-Cores notwendig sein. Der Test von Wildcat-Lake-Systemen in der eigenen Umgebung wird empfohlen, bevor grosse Bestellmengen platziert werden.
