Ein wissenschaftliches Rätsel wurde gelöst: Minute für Minute zeigen Stromnetze weltweit ein merkwürdiges, synchrones Zucken. Forscher haben nun die Ursache identifiziert: Gleichzeitig ablaufende Selbsttests von Unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USVs) und Batteriespeichern.

USVs sind in der kritischen Infrastruktur unverzichtbar, um Stromausfälle zu überbrücken. Sie führen regelmässig Tests durch, um ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Das Problem: Diese Tests sind global standardisiert, weshalb Tausende von USVs und Batteriespeichern etwa zur selben Minute ihre Tests ausführen. Die dabei entstehenden Lastspitzen oder Lastschwankungen führen zu messbaren Frequenzschwankungen in Stromnetzen.

Für die Netzbetreiber ist dies eigentlich harmlos, es sind minimale Abweichungen, die automatische Regelungssysteme problemlos ausgleichen. Dennoch ist die Entdeckung wichtig für das Verständnis von Stromnetzstabilität und für die Optimierung von Testprotokollen.

Für KMU mit eigenen USVs oder Batteriespeichersystemen ist dies von praktischem Interesse: Die Testergebnisse zeigen, dass standardisierte Test-Zeitfenster global koordiniert sollten werden, um Netzbelastungen zu optimieren. KMU-IT-Leiter sollten überprüfen, ob ihre USV-Testrouten mit Providern abgestimmt sind. Zudem unterstreicht die Meldung die Bedeutung von USVs für die Versorgungssicherheit, ein wesentlicher Aspekt der IT-Infrastrukturplanung, den KMU nicht vernachlässigen sollten.