Ein Rahmenvertrag bringt die Open-Source-Lösung Nextcloud in Schulinfrastrukturen von sechs deutschen Bundesländern. Schüler und Lehrpersonen erhalten damit Zugang zu einem Workspace für Dateiablage, Zusammenarbeit und Kommunikation, der unabhängig von Microsoft-Systemen ist.

Nextcloud ist eine Open-Source-Lösung, die es Organisationen ermöglicht, ihre Daten und Dienste auf eigenen oder vertrauten Servern zu betreiben. Dies steht im Gegensatz zu Microsofts Cloud-Angeboten, bei denen die Daten in Microsoft-Infrastruktur laufen. Für Schulen und öffentliche Einrichtungen ist dieser Unterschied wesentlich: Es geht um digitale Souveränität, Datenschutz und Unabhängigkeit von grossen US-Konzernen.

Der Vertrag mit Ionos Nextcloud Workspace zeigt, dass digitale Infrastruktur auch ohne dominante Tech-Konzerne funktioniert. Schulen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben damit Zugang zu einer durchdachten Zusammenarbeitslösung.

Für KMU in der Schweiz ist dieses Modell ebenfalls interessant: Statt nur auf Microsoft 365 zu setzen, könnten Unternehmen eine Hybrid-Infrastruktur mit Open-Source-Lösungen aufbauen. Dies reduziert Abhängigkeit, verbessert Datenschutz und ermöglicht lokale Kontrolle über sensible Geschäftsdaten. Für KMU mit hohen Datenschutzanforderungen oder solche, die Datensouveränität priorisieren, ist ein Blick auf Nextcloud-Alternativen lohnend, nicht als Komplett-Ersatz, aber als sinnvolle Ergänzung zur Microsoft-Infrastruktur.