SpaceX vorantreibt die Integration von Starlink in ein Mobilfunknetz und wird damit zum Konkurrenten etablierter Mobilfunkanbieter. Das Unternehmen nutzt dazu Technologie von Halbleiterhersteller Qualcomm und setzt damit ein ehrgeiziges Projekt um.

Hintergrund: Starlink bietet weltweit Satelliteninternet an, erreicht aber Remote-Regionen besser als städtische Ballungsräume. Mobilfunk hingegen ist in Städten und Dörfern präsent, aber nicht überall zuverlässig. Eine Kombination könnte beiden zunutze kommen: Wo Mobilfunk ausfällt, könnte Starlink einspringen, und umgekehrt.

Qualcomm stellt damit die Technik bereit, um Satellitengeräte und Mobilfunkmodule zu integrieren. Das bedeutet, dass Nutzer über ein einziges Gerät (Smartphone oder Modem) sowohl auf Starlink-Satelliten als auch auf terrestrische Mobilfunknetze zugreifen könnten. Eine mögliche Übernahme von SpaceX-Konkurrenten oder kleineren Providern ist ebenfalls im Gespräch, um schneller Marktanteile zu gewinnen.

Für Schweizer IT-Dienstleister und ihre Kunden ist dies Entwicklung interessant, weil sie Netzwerkredundanz und Ausfallsicherheit neu definiert. Ein Unternehmen mit kritischer Infrastruktur könnte in Zukunft auf mehrere Netztechnologien zugleich zurückgreifen. Das verbessert die Resilienz und reduziert das Risiko von Ausfallzeiten. Gleichzeitig entstehen neue Geschäftsmöglichkeiten für Dienstleister, die ihre Kunden bei der Integration dieser hybriden Netzlösungen unterstützen. Es ist aber auch zu beachten, dass SpaceX damit den US-Mobilfunkmarkt aufmischt, was längerfristig auch Folgen für andere Länder haben könnte.