Microsoft hat signalisiert, dass Windows 12 im Jahr 2027 nicht verfügbar sein wird. Dies schafft eine kritische Herausforderung für Millionen von Windows-Nutzern weltweit, denn der Support für Windows 10 wird im Oktober 2025 enden. Das bedeutet: Zwischen dem Ende des Windows-10-Supports und der Verfügbarkeit von Windows 12 klafft eine Lücke, die Unternehmen aktiv managen müssen.

Windows 10 wurde 2015 veröffentlicht und hat sich als äusserst langlebiges und stabiles Betriebssystem etabliert. Viele KMU-Organisationen haben sich damit eingerichtet und nutzen es in ihren Standard-Deployments. Der lange Support-Zeitraum hat dazu beigetragen, dass Windows 10 sehr weit verbreitet ist. Allerdings neigt sich diese Ära nun dem Ende zu.

Das Problem ist die Zeitlücke. Windows 11 ist die aktuelle Mainstream-Version, aber viele Unternehmen haben sie noch nicht vollständig implementiert, weil Windows 10 so zuverlässig funktioniert und die Migration Kosten verursacht. Mit der Ankündigung, dass Windows 12 sich verzögert, verschärft sich der Druck.

Microsoft verpflichtet Organisationen faktisch dazu, auf Windows 11 zu migrieren, wenn sie nicht in den unsicheren Zustand von Betriebssystemen ohne Support fallen wollen. Dies ist aus Sicherheitsgründen zwingend, denn ohne Updates fehlschlagen Sicherheitspatches und Malware-Schutz.

Für KMU-IT-Teams ist jetzt die Zeit zum Handeln gekommen. Eine Bestandsaufnahme aller Windows-10-Geräte ist essentiell. Dann sollte ein Migrationsplan zu Windows 11 entwickelt werden, der zwischen jetzt und Oktober 2025 abgeschlossen sein muss. Nicht alle Geräte können sofort migriert werden (alte Hardware erfüllt möglicherweise die Windows-11-Anforderungen nicht), daher müssen auch Ersatzbeschaffungen eingeplant werden. Es ist ratsam, die Migration in Phasen durchzuführen und zunächst Testumgebungen aufzubauen, um Kompatibilitätsprobleme frühzeitig zu erkennen. Eine Verzögerung dieser Planung könnte im 2025er-Endspurt zu erheblichen Kosten und Sicherheitsrisiken führen.