Cisco hat Sicherheitsupdates für zwei wichtige Unternehmensprodukte veröffentlicht: die UCS (Unified Computing System) Central Software und den Unified Communications Manager (UCM). Die geschlossenen Sicherheitslücken könnten Angreifern ermöglichen, Schadcode auszuführen oder sich unbefugten Zugriff zu verschaffen.
Die betroffene UCS Central Software ist ein zentrales Verwaltungswerkzeug für Ciscos Server- und Rechenzentrum-Infrastruktur. Sie steuert Hardware-Deployment, Konfiguration und Überwachung. Der Unified Communications Manager ist Ciscos Telefonie- und Collaboration-Plattform und oft im Kernbereich von Unternehmensnetzen anzutreffen.
Die Lücken ermöglichen es Angreifern potenziell, Code auf den betroffenen Systemen auszuführen oder sich seitlich im Netzwerk auszubreiten. Für Unternehmen mit solcher Infrastruktur bedeutet dies ein erhebliches Risiko, besonders wenn diese Systeme mit dem Internet verbunden oder von mehreren Administratoren aus zugänglich sind.
Cisco hat Patches bereitgestellt. Betroffene Organisationen sollten ihre Versionen prüfen und die Updates schnellstmöglich einspielen. Cisco veröffentlicht üblicherweise Details zur Schweregrad und Anfälligkeit auf seiner Security-Advisory-Seite.
Für Schweizer IT-Verantwortliche in KMU: Falls Sie Cisco UCS oder Unified Communications Manager betreiben, überprüfen Sie Ihre Versionen gegen die Cisco-Sicherheitsmitteilungen. Planen Sie die Updates zeitnah ein und testen Sie diese zuerst in einer Test- oder Staging-Umgebung. Dokumentieren Sie Ihre Patch-History für Compliance- und Audit-Zwecke. Generell sollten kritische Infrastruktur-Updates innerhalb von zwei bis vier Wochen nach Veröffentlichung eingespielt sein.
