Eine neue Version von OpenSSH wurde veröffentlicht, um eine kritische Sicherheitslücke zu schliessen. Die Version 10.6p2 enthält einen Workaround für ein Sicherheitsproblem, das unter bestimmten Linux-Systemen Angreifern Zugriff ermöglichen kann.
OpenSSH ist das Standardwerkzeug für sichere Remote-Verwaltung von Linux- und Unix-Systemen. Nahezu jede Server-Infrastruktur in Unternehmen nutzt SSH für die Administrationszugriffe. Eine Schwachstelle in SSH ist daher von erheblicher Kritikalität.
Die betroffenen Systeme sind Linuxe mit einer bestimmten Konfiguration oder Kernel-Version. Nicht alle Linux-Distributionen sind zwangsläufig betroffen, aber die Gefahr ist real. Der Workaround in Version 10.6p2 adressiert das Problem direkt in OpenSSH.
Administratoren sollten schnell handeln und ihre SSH-Daemon-Versionen überprüfen. Die Aktualisierung auf 10.6p2 sollte ohne grosse Unterbrechungen möglich sein, da SSH durch Neustart des SSH-Dienstes neu geladen wird, bestehende Verbindungen aber in Ruhe beendet werden können.
Für IT-Verantwortliche in KMU ist dies ein kritisches Update. SSH ist oft die einzige Zugriffsmöglichkeit auf Server und gilt daher als Hochrisiko-Ziel. Überprüfen Sie sofort Ihre Server-Inventare und fahren Sie die Updates durch. Nutzen Sie ein Konfigurationsmanagement-Tool, um konsistent zu sein. Dokumentieren Sie das Patch-Datum und die betroffenen Systeme. In Zukunft empfiehlt sich die automatisierte Benachrichtigung bei SSH-Updates durch Distribution-eigene Tools oder Security-Aggregatoren.
