Intelligente Brillen sind eine Technologie im Aufwind. Sie können Menschen mit körperlichen Einschränkungen helfen, ihre Umwelt besser wahrzunehmen, Informationen in Echtzeit anzeigen und alltägliche Aufgaben unterstützen. Doch gleichzeitig wecken sie auch Ängste vor lückenlosen Überwachung und Datenmissbrauch.

Einerseits zeigen sich echte Vorteile: Eine AR-Brille mit KI-Unterstützung könnte beispielsweise Menschen mit Sehbehinderung helfen, Text zu erkennen, Gesichter zu identifizieren oder die Orientierung in unbekannten Räumen zu verbessern. Für ältere Menschen könnten solche Systeme Stürze verhindern oder Erinnerungsfunktionen bieten. Die Technologie ermöglicht also echte Inklusion und verbessert Lebensqualität.

Andererseits ist die Datenschutz- und Sicherheitskritik berechtigt. Eine Brille mit Kamera und KI könnte ein Fenster in jeden öffentlichen oder privaten Raum darstellen. Wenn Daten zentral an Hersteller oder Cloud-Dienste übertragen werden, entsteht eine Überwachungsinfrastruktur, die Menschen nicht vertrauen oder kontrollieren können. Besonders problematisch wäre Gesichtserkennung im öffentlichen Raum.

Für IT-Dienstleister ist dies ein Thema, das bald bei der Beratung von Kunden auftaucht. Unternehmen werden überlegen, ob und wie sie Wearables wie AR-Brillen einführen, etwa für Service-Techniker oder Logistik. Datenschutz- und Sicherheitsaspekte müssen dann professionell addressiert werden. Gleichzeitig sollten IT-Profis verstehen, wo diese Technologie sinnvoll und wo sie problematisch ist, um ihre Kunden verantwortungsvoller zu beraten.