Der deutsche Online-Hardwarehandel ist ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Der bekannte Elektronik-Versandhändler Mindfactory ist Opfer eines Cyberangriffs geworden, bei dem Angreifer potenziell persönliche Daten von Kunden erbeuten konnten.

Nach eigenen Angaben hat Mindfactory die Sicherheitslücke erkannt und geschlossen. Die betroffenen Kunden wurden per E-Mail benachrichtigt, dass ihre Adressdaten, E-Mail-Adressen und Telefonnummern in den Händen der Angreifer sein könnten. Das Unternehmen arbeitet mit den zuständigen Datenschutzbehörden zusammen, die Ermittlungen sind eingeleitet worden.

Für KMU-Kunden, die dort regelmässig Hardware kaufen, ist es ratsam, in den nächsten Wochen besonders auf verdächtige E-Mails oder Anrufe zu achten. Auch sollten Passwörter überprüft werden, falls diese mit der Mindfactory-Anmeldung identisch sind. Generell unterstreicht der Vorfall, wie wichtig es für Online-Händler ist, ihre IT-Systeme auf dem neuesten Stand zu halten und mit Sicherheitsexperten zusammenzuarbeiten.

Der Angriff ist nicht isoliert. Auch andere bedeutende Online-Plattformen wurden in letzter Zeit ins Visier genommen. Dies macht deutlich, dass E-Commerce-Unternehmen zunehmend zu Zielen von organisierten Hackergruppen werden, die gezielt nach umfangreichen Kundendatenbanken suchen. Für Unternehmen ist das eine Mahnung, ihre Lieferanten und Partner gründlich auf deren Sicherheitsmassnahmen zu überprüfen.