Die Deutsche Telekom hat ihre Jahresprognose zum dritten Mal nach oben korrigiert und berichtet von Rekordzahlen. Besonders beeindruckend sind die Zuwächse bei Glasfaser- und Breitbandkunden. Dies zeigt, dass der massive Infrastruktur-Ausbau der vergangenen Jahre beginnt, sich auszuzahlen.

Deutschland hatte lange mit Breitband-Infrastruktur-Rückstand zu kämpfen. Die Telekom und andere Anbieter haben daher stark in Glasfaser-Ausbauprogramme investiert. Dies ist kostspielig, zahlt sich aber jetzt aus, da viele Kunden von langsameren zu schnelleren Anschlüssen wechseln und neue Kundengruppen Glasfaser-Anschlüsse nachfragen.

Aus wirtschaftlicher Perspektive bedeutet dies, dass Telekommunikations-Infrastruktur jetzt als Wettbewerbsvorteil fungiert. Unternehmen, Schulen und Haushalte profitieren von schnelleren Internetzugängen. Dies ermöglicht neue Geschäftsmodelle wie Cloud-basierte Services, Videokonferenzen und Fernarbeit.

Für Schweizer KMU ist dies indirekt relevant: Wenn die digitale Infrastruktur in Nachbarländern verbessert wird, steigt der Wettbewerbsdruck. Dies macht es noch wichtiger, dass auch in der Schweiz die Breitband-Infrastruktur kontinuierlich modernisiert wird. Gleichzeitig zeigen diese Zahlen, dass in digitale Infrastruktur investieren profitabel sein kann, was wichtig ist für zukünftige Investitionsentscheidungen.

Die Telekom-Zahlen signalisieren auch, dass das Zeitalter von langsamen DSL-Anschlüssen endet und schnelle Glasfaser zur Normalität wird.