Der britische Hersteller Raspberry Pi Foundation, bekannt für ihre preiswerten Miniatur-Computer, hat weitere Preiserhöhungen für einige ihrer Modelle angekündigt. Besonders betroffen sind das populäre Raspberry Pi 5 und das spezialisierte Compute Module, deren Preise erheblich gestiegen sind. Ein einzelnes Raspberry-Pi-5-System kostet nun fast 350 Euro in bestimmten Konfigurationen, ein signifikanter Anstieg gegenüber früheren Generationen.
Diese Preisanhebungen sind Teil eines längerfristigen Trends. Während Raspberry Pi lange Jahre als extrem kostengünstige Alternative zu vollwertigen Computern positioniert war, haben aufeinanderfolgende Preissteigerungen die Attraktivität des Angebots graduell verändert. Die Gründe sind vielfältig: steigende Rohstoffkosten, komplexere Hardware-Funktionen, Lieferkettenprobleme und die gestiegene Nachfrage nach den Geräten für IoT- und Edge-Computing-Anwendungen.
Für professionelle und kommerzielle Nutzer, die Raspberry Pi in grösseren Mengen für Projekte verwenden, etwa für Industrie-4.0-Anwendungen, Smart-Home-Systeme oder verteilte Sensor-Netzwerke, müssen die Gesamtprojektkosten neu kalibriert werden. Gleichzeitig entstehen Marktchancen für Konkurrenten, die ähnliche Hardware zu niedrigeren Preisen anbieten.
Für Schweizer IT-Dienstleister und KMU-Kunden ist dies ein Anlass, ihre Hardware-Strategien zu überdenken. Wer mit Raspberry Pi arbeitet oder solche Geräte seinen Kunden empfiehlt, sollte Projekte mit erhöhten Komponentenkosten kalkulieren. Gleichzeitig können Volumendiskonte oder alternative Minicomputer-Plattformen kostengünstiger sein. Unternehmen, die stark auf Raspberry Pi angewiesen sind, sollten mittelfristig redundante oder alternative Lieferquellen evaluieren, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
