Der Chipkonzern AMD verzeichnet ein spektakuläres Wachstum: Die Gewinne haben sich verdoppelt, getrieben durch die globale Nachfrage nach KI-Rechenleistung. Das Servergeschäft ist das Zugpferd, während das Gaming-Segment schwächer läuft.
Der Grund für die Gewinnung ist klar: Unternehmen weltweit investieren massiv in Rechenzentrumskapazität für die Ausführung von KI-Modellen und Large Language Models. AMDs EPYC-Prozessoren für Server sind in dieser Infrastruktur stark nachgefragt. Die Knappheit an leistungsstarken Rechenressourcen hat zu Preiserhöhungen und einer Stärkung von AMDs Marktposition geführt.
Besonders bemerkenswert ist AMDs Zusage, dass genügend KI-Chips für das Jahr 2027 verfügbar sein werden. Dies signalisiert dem Markt, dass die Engpässe in absehbarer Zeit gelöst werden könnten, allerdings auf hohem Preisniveau. Die Aktie reagierte positiv auf diese Aussage und die Gewinnergebnisse.
Für KMU bedeutet dies: Während grosse Unternehmen noch immer mit Engpässen bei der Buchung von Cloud-Rechenkapazität kämpfen, könnten sich ab 2027 die verfügbaren Ressourcen verbessern und die Preise möglicherweise normalisieren. KMU, die KI-Services oder Cloud-Computing nutzen, sollten das Marktgeschehen beobachten und ihre Infrastruktur-Investments entsprechend planen. Ein Warten auf bessere Verfügbarkeit und möglicherweise günstigere Preise könnte strategisch sinnvoll sein.
